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Chaim Soutine

Smilowitsch 1893 - Paris 1943


Chaim Soutine wird 1843 in Smilowitsch bei Minsk in einer jüdischen Familie geboren. Ab 1910 besucht Chaim Soutine die Kunstschule in Vilna, ehe er 1913 nach Paris geht. Unter dem Einfluss der Eindrücke, die er bei seinen zahlreichen Besuchen im Louvre sammelt und durch die Begegnung mit den Werken Cézannes, van Goghs und Bonnards findet Soutine seinen Weg zum Expressionismus. Chaim Soutine entwickelt dabei eine leidenschaftliche Farbdynamik mit labilen, unruhig gelagerten Formen.
Nach seinen ersten Pariser Jahren arbeitet Soutine ab 1919 drei Jahre in Céret in den französischen Pyrenäen, wo er fast 200 Bilder malt. Mit seinen Visionen apokalyptischer Landschaften und seiner dynamischen Pinselführung rückt er in die Nähe von Kokoschka und Nolde. 1923 verbessert sich die finanzielle Lage Soutines erstmals, nachdem der amerikanische Sammler Alfred Barnes zahlreiche Bilder Soutines ankauft. Nach einer Zwischenstation von 1923–1925 in Cagnes-sur-mer arbeitet Chaim Soutine später fast ausschließlich in Paris. In den Bildern seines Spätwerkes werden die Verzerrungen gemildert und die starke Emotionalität etwas zurückgedrängt. Soutine sucht nun eher das Maßvolle eines Courbet oder eines Rembrandt.
Seine früheren Werke verwirft Chaim Soutine und, so er ihnen habhaft werden kann, zerstört sie.
Am 9. August 1943 stirbt Chaim Soutine in Paris.


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